Kosten

Kosten

Sie werden hier keine Preisliste finden. Lassen Sie uns erklären, warum.

Vor einer seriösen Preisauskunft müssen einige kostenrelevante Fragen geklärt werden (Sterbefall wann und wo? Überführung? Sarg/Urne? Grabstelle? Begräbnisform? Pfarrer/Redner? Partengestaltung, -anzahl? Musikwünsche? Sonderwünsche?). Diesem Umstand begegnen manche Bestattungsunternehmen, indem sie mit „Fixpreisen“ oder „Paketpreisen“ werben. Aber Vorsicht! Mit Sicherheit kommen dabei noch weitere Kosten auf Sie zu, über die nicht gesprochen wurde, weil Sie „ja nicht danach gefragt“ haben, oder Neben- und Folgekosten, die naturgemäß noch außer der Bestattungskostenrechnung anfallen. Wir beraten Sie auch diesbezüglich, erklären Ihnen alles ganz genau und beantworten Ihnen sogar die Fragen, die Sie uns (noch) gar nicht gestellt haben.

Sie sollten den Bestatter auch nicht im Internet sondern persönlich aufsuchen, um den Eindruck einfließen zu lassen, den Sie bei Ihrem Besuch gewonnen haben. Nur mit einem individuellen Angebot können Sie sicher sein, wie hoch die wahren Gesamtkosten sein werden, und das widerspricht dem Prinzip eines „Paketpreises“. Sie sehen, dass alles dafür spricht, zu einem alteingesessenen, erfahrenen Bestatter zu gehen, abgesehen von allen anderen Argumenten in unserem ganz unten angeführten Kommentar.

Unsere Rechnung setzt sich aus zwei Kostengruppen zusammen
  • Eigene Leistungen
    Sarg, Einbettung, Überführung, Aufbahrung, Trauerfeier, Konduktpersonal, Trauerdrucksorten (Parten, Andenkenbilder, Danksagekarten, Einladungskarten…), Urne, Grabkreuz, andere Dienstleistungen wie Fotoreportage, Partenversand, Besorgungen
  • Gebühren, Auslagen, vermittelte Fremdleistungen (auf deren Höhe wir keinen Einfluss haben)
    Krankenhausgebühren, Totenbeschaugebühren, Kirchengebühren oder Trauerredner, Standesamtgebühren, Verwaltungsabgaben, evt. Leistungen eines anderen Bestattungsunternehmens, Kirchenchor, Musiker, Sänger, Gärtner, evt. Porto für Partenversand, Zoll-, Bahn- oder Flughafengebühren….

 

Unsere Rechnung enthält in der Regel NICHT (aber auch daran sollten Sie denken!):

  • Friedhofsgebühren (für Aushub, evt. Deckel abheben durch einen Steinmetz, Laufzeitverlängerung der
    Grabbenützungsberechtigung, Benützung der Aufbahrungshalle und evt. Kühlgebühr, evt. Totenbeschaugebühr).
    Diese Gebühren werden Ihnen von der Gemeinde nach dem Begräbnis per Bescheid vorgeschrieben.
  • Kränze (ausgenommen sie wurden von Ihnen über uns bestellt)
  • Grabstein oder Gravurarbeiten am Grabstein
  • Einladung für die Trauergäste
  • Weitere Nebenkosten wie z. B. Portokosten, Trauerkleidung, Trinkgelder…

K o m m e n t a r

Vorsicht vor den „Neuen“

oder: Von Blinkern und Reifen

Eine Nebenwirkung der Liberalisierung im Bestattergewerbe ist, dass ständig neue Betriebe entstehen, die ein Bestattungsunternehmen als vermeintlich gute Geldquelle ansehen. Das Image des „krisensicheren Jobs “ haftete dem Berufsstand der Bestatter ja bekanntlich immer schon an. Und da der Erhalt einer Konzession heute nicht mehr vom tatsächlichen Bedarf abhängig ist (die kluge „Bedarfsprüfung“ gibt es nicht mehr), wurde auch dem „Preiskampf am Totenbett“ Tür und Tor geöffnet. Da das Thema Bestattung naturgemäß so lange tabuisiert wird, bis man einen Bestatter braucht, wird nicht selten versucht, aus dem Informationsdefizit der Bevölkerung Kapital zu schlagen. Da werben die „neuen“ Bestatter mit allen Mitteln um die Gunst der Kunden: Was schon immer selbstverständlich war, wird plötzlich an die große Glocke gehängt („Toll, die Bestattungsfirma xyz ist rund um die Uhr für uns da. Auch alle Amtswege machen die für uns! Außerdem haben die einen tollen Bestattungswagen. Zu dem gehen wir!“). Da werden seriös scheinende Inserate und Zeitungsartikel geschaltet, dass sich nur so die Balken biegen. Klar, durch Nichtmitgliedschaft bei der Kammer fällt auch die lästige Kammerumlage weg und so haben die „neuen“ Bestatter ja auch genug Geld dafür. Aber das nur so nebenbei.

Dabei wissen gerade alteingesesse „echte“ Bestatter am besten, dass sich der Tod nicht an Geschäftszeiten hält und waren NATÜRLICH schon immer täglich rund um die Uhr für Sie erreichbar, NATÜRLICH nahmen auch wir Ihnen schon immer alle Amtswege ab (Sterbeurkunde, Abmeldung bei der Pensionsversicherung, Terminvereinbarung beim Notar…), NATÜRLICH gestalteten auch wir schon immer die Trauerdrucksorten (Parten, Gedenkbilder, Danksagekarten, Einladungen) gemeinsam mit Ihnen und stellten Ihnen dafür unsere große Erfahrung zur Verfügung, NATÜRLICH versandten wir schon immer auf Wunsch auch die Parten für Sie. Auch einen weißen Bestattungswagen haben wir NATÜRLICH schon lange (und auf Wunsch auch ein Pferdefuhrwerk), NATÜRLICH vermittelten auch wir schon immer Musiker aller Musikrichtungen in professioneller Qualität, NATÜRLICH erfüllten wir Ihnen schon immer die ausgefallensten Wünsche für die Gestaltung des Begräbnisses, NATÜRLICH erhalten Sie von uns eine CD mit Fotos von den unvergesslichsten Momenten der Trauerfeier, und und und… NATÜRLICH, denn genau das war schon immer unser Aufgabenbereich. Sie sehen: WIR sind die Guten, die Innovativen, die Flexiblen, die Modernen, die Einfühlsamen und die Seriösen zugleich. Der Begriff „Qualität“ lässt sich im Zusammenhang mit einem Bestattungsunternehmen eben nicht so leicht definieren.

Sie sollten also unbedingt darauf achten, dass Sie nicht auf einen dieser „Neuen“ hereinfallen, der das Rad neu erfinden will, sondern sich vertrauensvoll an ein Bestattungsinstitut mit Erfahrung wenden. Oder würden Sie eine Automarke seriös finden, die ihre Autos „mit Blinkern und Reifen ohne Aufpreis“ bewirbt? Fragen Sie auch ruhig einmal nach, wie lange der Betrieb schon besteht. Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie einem neuen Bestattungsunternehmer beim Dazulernen helfen wollen oder einfach von unseren Erfahrungen profitieren wollen.


„Es gibt kaum etwas in der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte. Und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da das Gekaufte die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas Geld zurücklegen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.”

John Ruskin, englischer Sozialreformer, 1819 – 1900